Historie der Schule

Das Rhein-Gymnasium-eine Schule, wie sie im Buche steht

Nun ist sie bereits seit gut achteinhalb Jahren abgehakt, unsere Schulzeit am Rhein-Gymnasium bzw. am Gymnasium Düsseldorfer Str., wie es zu Beginn hieß. Die Kontakte zu den ehemaligen Stufenmitstreitern sind doch etwas dünner geworden, so dass sich bei einigen langsam eine gewisse Vorfreude auf ein zehnjähriges Jubiläum einstellt. Oder auch eine diffuse Hoffnung, dass sich schon jemand drum kümmern wird. 

Fräulein Leinen und Co

Fräulein Leinen blickt streng auf dem Kollegiumsfoto – vielleicht hatte sie, wie man heute bildlich sagt, „Haare auf den Zähnen“ oder war besonders „tough“?  Ohne den gewissen Biss hätte sie wahrscheinlich ihre Stelle als Lehrerin an der „Oberschule für Jungen“ in der Adamsstraße, wie es in der Zeit des Nationalsozialismus hieß, gar nicht angetreten, denn sie musste sich lange Jahre hindurch als einzige weibliche Lehrkraft gegen eine Vielzahl von männlichen Kollegen behaupten und darüber hinaus ausschließlich männliche Schüler in den Fächern Biologie, Chemie und Mathematik unterrichten.

Der Blick zurück – Zur Geschichte unseres Gymnasiums

„Reden stört durch Schwatzen"

  – ein Klassenbucheintrag aus dem Jahre 1908. Ja, so etwas soll es heute auch noch geben. Nichtsdestoweniger versinken wir mit der Spurensuche in eine vergangene Zeit und denken unwillkürlich an die „Feuerzangenbowle“, denken an die „Paukertypen“ von anno dazumal, die alte „Penne“, ein Ausdruck, den heute kaum noch ein Schüler kennt,  an knarrende Dielen, den Karzer oder auch den sogenannten „Direx“, der noch früher schlicht und einfach „Zeus“ genannt wurde. 

“Schule im Nationalsozialismus"

Auszüge aus einer Facharbeit des Jahres 2004
(hauptsächlich unter Bezugnahme auf Trapps Darstellung der Kölner Schulen in der NS-Zeit)

....   Mit dem Beginn des Schuljahres 1933/34 wurde die Verdrängung der Juden aus den höheren Schulen eingeleitet. Die jüdischen Schüler wurden in höchstem Maße beleidigt, erniedrigt und ausgegrenzt. Ihnen wurde meistens ein erfolgreicher Schulabschluss verwehrt. Nach der Verabschiedung der „Nürnberger Gesetze“ 1935 durften die jüdischen Schüler endgültig nicht mehr öffentliche Schulen besuchen.

Meine Schuljahre im "Dritten Reich"

"Die Gabe der Erinnerung wird seit jeher
als einer der Wesensunterschiede zwischen
Mensch und Tier angesehen."

 

"Die eigenen Sünden und erfahrenen Wohltaten nicht zu vergessen, hat immer als oberste Menschenpflicht gegolten."

"Wer viel erlebt hat, schreibt Erinnerungen. Darin entleeren die Leute ihr Gedächtnis, und die Welt hat später ein Andenken an sie."

 

 Franziska Augstein

 

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