Basismodule in den Kernfächern

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Anlass für die Weiterentwicklung des außerunterrichtlichen Förderangebots ist der Wunsch, die die Schüler:innen im Rahmen einer stärker partizipativ angelegten pädagogischen Diagnostik zu Expert:innen für ihren eigenen Lernprozess zu machen und sie mehr in die Verantwortung zu nehmen. Auch die Motivation der Schüler:innen soll durch die klar definierten Inhalte eines Basismoduls und die zeitlich überschaubaren 6-Wochen-Einheiten positiv beeinflusst werden. Daher beschloss die Lehrerkräfte- und Schulkonferenz im Schuljahr 2022/23 die Maßnahme und beauftragte die Koordination für Schulentwicklung mit der Umsetzung, und zwar in Kooperation mit den Fachschaften der Kernfächer.

 

Ziele:

  • fachliche Lernrückstände in zeitlich begrenzten Übungseinheiten abbauen und die Kenntnisse in einem überschaubaren Bereich kompetenzorientiert auffrischen
  • Lernstrategien vermitteln und reflektieren
  • ein positives Selbstwertgefühl und ein realistisches Selbstbild aufbauen
  • die Motivation und Leistungsbereitschaft durch die Erfahrung von Selbstwirksamkeit fördern
  • die Übernahme von Verantwortung für das eigene Lernen ermöglichen und fordern

 

Erfolgskriterien sind für uns die unmittelbare Zufriedenheit der Schüler:innen mit den Modulen (Feedback) und vor allem die mittelfristige Stabilisierung von Leistungen (Ergebnisse von Klassenarbeiten, aktivere Mitarbeit im Unterricht).

 

Umsetzung: Die Basismodule sind eine Säule unseres schulischen Förderkonzepts. Die Module werden im Schuljahr 2023/24 zunächst in den Fächern Deutsch (Stufen 7/8 + 9/10), Englisch (Stufen 7+8), Französisch (Stufen 9+10) und Mathematik (Stufen 7/8 + 9/10) angeboten.

Es gibt pro Fach verschiedene Modulangebote, die sich an den Schlüsselkompetenzen orientieren. Ein Modul umfasst 12 Unterrichtseinheiten von jeweils 45 Minuten (als Einzelstunden). Pro Woche gibt es zwei Einheiten, die sich auf verschiedene Tage und Stunden verteilen. Die Schüler:innen verlassen dafür den Unterricht nach dem Drehtürmodell. Ein Modul endet nach sechs Wochen. Die erfolgreiche Modulteilnahme wird mit einer Urkunde bestätigt. Die Schüler:innen erhalten zudem die Gelegenheit, ihren Modullehrkräften ein erstes Feedback zu geben. Ein Stempelheft, das dem SRL-Konzept folgt und die Schüler:innen zu Beginn einer Einheit auffordert, sich ein realistisches Ziel zu setzen und ihren Lernprozess zu reflektieren, wird modulbegleitend eingesetzt. Es dokumentiert auch die regelmäßige Teilnahme.

Die Zuordnung zu einem Modul erfolgt auf zwei Wegen: Die Schüler:innen können sich selbst auf Grundlage einer realistischen Selbsteinschätzung für ein individuell passendes Modul entscheiden oder sie folgen der Empfehlung ihrer Fachlehrkräfte. Diese nutzen Unterrichtsbeobachtungen und Klassenarbeiten, um diagnostisch abgesicherte Rückmeldungen zu geben oder eine schriftliche Empfehlung auszusprechen. Anschließend findet eine freiwillige Anmeldung durch die angesprochenen Schüler:innen (und Eltern) statt. Ziel ist es, die Motivation, Eigenverantwortung und Selbstreflexion der Schüler:innen zu stärken. Sie sollen unsere Unterstützungsangebote als Gewinn erfahren und mit Hilfe von Kompetenzcheckbögen und lernförderlichem Feedback nach Klassenarbeiten zunehmend ihre Selbsteinschätzungskompetenz stärken.

Die Module können nicht parallel, aber nacheinander und in verschiedenen Fächern gewählt werden. Die Fachlehrkräfte und Klassenleitungsteams beraten und unterstützen die Schüler:innen gegebenenfalls, bei der Modulwahl Prioritäten zu setzen.

Auf der Homepage finden sich zu Schuljahresbeginn und zum Halbjahr unter „Aktuelles“ detaillierte Informationen zu unserem Angebot sowie eine genaue Raum- und Zeitplanung. Das Anmeldeformular ist über die Homepage, das Klassenleitungsteam oder Frau Müller erhältlich.

 

 

Evaluation und Qualitätssicherung des Konzepts: Das Konzept wird Ende des Schuljahres 2023/24 evaluiert und ggf. modifiziert. Die Evaluation erfolgt anschließend im Rhythmus von zwei Jahren.

Die Basismodule werden von den Fachschaften stetig weiterentwickelt. Als Grundlage dienen die dort konzipierten und von den Modullehrkräften weiter inhaltlich konkretisierten „Modulfahrpläne“, die allen Fachkolleg:innen über Teams zugänglich sind. Auf diese Weise ist garantiert, dass das Konzept auch bei personellen Wechseln tragfähig ist.

Eine Teamsitzung der Koordinatorin und der Modullehrkräfte gibt es zu Schuljahresbeginn und zum Ende des ersten Modul-Durchlaufs am Halbjahresende.

 

Zuständigkeiten:

Frau Müller als Koordinatorin für Schulentwicklung

  • Kommunikation und Dokumentation des Konzepts
  • Evaluation des Konzeptsund ggf. Nachsteuerung
  • Teamsitzungen mit dern Modullehrkräften und Hinterlegen der Dokumente auf Teams
  • Ansprechpartnerin für Klassenleitungen, Schüler:innen, Eltern

Fachlehrkräfte

  • Diagnostik (Klassenarbeiten, Beobachtungen im Unterricht)
  • Empfehlungen aussprechen (Formular zu den Zeugnissen) bzw. ein entsprechendes Feedback geben (im laufenden Halbjahr)
  • Beratung der Schüler:innen (u.a. Priorisierung von Modulen)

Klassenleitungsteam

  • Beratung von Schüler:innen und Eltern (Priorisierung von Modulen)
  • ausgesprochene Empfehlungen mit der Teilnehmer:innenliste abgleichen und Nicht-Teilnahme an einem Modul dokumentieren

Modullehrkräfte

  • Durchführung der Moduleinheiten
  • Weitere inhaltliche Konkretisierung der Moduleinheiten und Materialpflege
  • Entgegennahme der Anmeldungen und Erstellen der Teilnahmelisten
  • Weiterleitung der Teilnahmelisten (Klassenleitung + Müller)

Fachschaften D, M, E, F

  • Konzeptionelle Arbeit: Erstellen der Modulfahrpläne und ggf. Nachsteuerung / Anpassung
  • diagnostische Absicherung der Moduleinheiten über Kompetenz-checkbögen und Feedback nach Klassenarbeiten (Verzahnung mit den Moduleinheiten)
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