Das Rhein-Gymnasium-eine Schule, wie sie im Buche steht

Nun ist sie bereits seit gut achteinhalb Jahren abgehakt, unsere Schulzeit am Rhein-Gymnasium bzw. am Gymnasium Düsseldorfer Str., wie es zu Beginn hieß. Die Kontakte zu den ehemaligen Stufenmitstreitern sind doch etwas dünner geworden, so dass sich bei einigen langsam eine gewisse Vorfreude auf ein zehnjähriges Jubiläum einstellt. Oder auch eine diffuse Hoffnung, dass sich schon jemand drum kümmern wird. 

Was macht also eine Schule zu einem Rhein-Gymnasium? Zunächst natürlich der Rhein selber, sowohl als Namensstifter als auch als beruhigender Fixpunkt für starrende Augenpaare in langweiligen Unterrichtsstunden.

Dann waren da die verschiedenen Lehrer, die uns Schüler im Laufe der Jahre mit einem ansehnlichen und meist wirklich nützlichen Haufen an Wissen angereichert haben. Um hier schlaglichtartig nur einige Beispiele zu nennen:Von der geliebten Unterstufen-Klassen-Mama Frau Jentsch über den kauzigen Herrn Dr. Fischer (Der/ Schüler/ nimmt/ seinen Griffi-/ der Lehrer/ diktiert! ) zum schlagfertigen Herrn Jentsch. Das Spektrum war breit gefächert und hervorragend besetzt.

Wanderungen durch die Mark Mülheim

Ein weiteres Kennzeichen des Rhein-Gymnasiums war und ist das topmoderne Student Management. Um hierfür ein Beispiel zu nennen: Bereits seit Mitte der Neunziger haben unsere Oberengeschart um den Visionär Herrn Wolf die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und als vermutlich erste Schule weltweit (Vorsicht: ungesichertes Faktum) das core buisness outscoring erfolgriechbetrieben. Zu meiner Zeit war dies als nearshoring solution in Form eines gemeinsamen Chemie-LK am benachbarten Herder-Gymnasium realisiert. Ein oftmals hoch motiviertes Grüppchen von Schülern (der Autor war einer der Privilegierten) ist hierbei dreimal wöchentlich mittels KVB durch das ewig verstopfte Mühlheim gependelt, um am Zweitarbeitsplatz zum fachkundigen Chemiker ausgebildet zu werden. Ein Tipp noch an aktuelle Schülerreisende: Die Fahrten  inkl. Verspätungen bieten auch langfristig eine hervorragende Ausrede für ebenso ausgedehnte wie wohlverdiente Erholungspausen am sommerlichen Rheinufer. 

Unser Geheimnis des Erfolgs

Sämtliche Schüler unserer Jahrgangsstufe also des Abi-Jahrgangs 1996 haben erfolgreich die Abiturprüfungen abgelegt. Das gab's noch nie in der Geschichte der unserer Schule! Sogar der wackeligste Kandidat T.Holigor (Name aus Pietätsgründen vom Autor verändert) hat mit wissendem Ausruf ( " Das gute Pferd springt nur so hoch wie es muss!")die dritte Nachprüfung mit ausreichender Punktzahl absolviert. Als großzügige Geste an zukünftige Generationen von Schülernhaben wir das Geheimnis unseres Erfolges gewissenhaft analysiert, niedergeschrieben und einem sicheren Ort bewahrt. Falls also nachfolgende Jahrgangsstufen unserem Triumph nacheifern wollen, hier die Enthüllung des wohl gehüteten Schatzes: Unsere vermutlich wertvollste Hinterlassenschaft ist vergraben unter der dritten Stufe des Treppenaufganges der Terrasse zwischen Sportplatz und Rhein, gekennzeichnet durch ein unauffälliges, aber eindeutiges Symbol.

Wie, die Terrasse gibt es nicht mehr? Ups. Vielleicht ist es ja noch irgendwo unter dem Pumpwerk verbuddelt, müsst ihr halt ein bisschen suchen...

Abspann

Da mich gerade die Muse nicht küsst und zudem kein geneigter Tiger (ich erinnere an die Wandbemalung des Raumes 020 oder 018? ?- " Mein Kopf ist so leer wie vor mir mir des Blatt Papier - Komm her mein Tiger und stärke meine Gedanken!") vor Ort ist, bleibt mir nur noch die Lobhudelei. Unsere Zeit am Rhein- Gymnasium ist und bleibt mir- hier stimmen die meisten von uns sicher zu- in sehr angenehmer Erinnerung. Die Gemeinschaft unter den Schülern war sehr gut ebenso wie die Lehrer. Hierdurch entstand eine allgegenwärtig angenehme Atmosphäre am Rhein-Gymnasium , die zur Bildung der vielen noch immer bestehenden Freundschaften entscheidend beigetragen hat. Ach ja, und gelernt haben wir auch noch eine ganze Menge.

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Ehemaligentreffen!

Steffen Dressler

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